Musicalchallenge

09.01.2019: Die Schöne und das Biest in Köln

Unser erstes Musical in diesem Jahr war Die Schöne und das Biest im Musical Dome in Köln.

Trotz Orkanwarnung im Ruhrgebiet kamen wir gut durch und parkten im Parkhaus am Hauptbahnhof in Köln. Der Tarif beträgt ab 19:00 Uhr 1,00 € je angefangene Stunde, ist also vergleichsweise erschwinglich. Wir haben für den ganzen Abend nur 4,60 € bezahlt.

Wir haben in Reihe 8 rechts seitlich gesessen und hatten einen wunderbaren Blick auf die komplette Bühne. Die Vorstellung war, bis auf wenige Restplätze, komplett ausverkauft und auch der Rang war komplett belegt.

Das Bühnenbild war für ein Tourmusical wirklich gut. In der Mitte waren drehbare Treppen, die zum Einen den Westflügel des Schlosses, zum Anderen die Außenfassade oder das Zimmer von „Belle“ darstellten. Eine absenkbare „Schaukel“ symbolisierte die Bibliothek. Auch die Szenen in „Belles“ Zuhause oder bei „Gaston“ in der Gaststätte waren mit vielen Requisiten bunt gestaltet.

Die Kostüme waren genau so, wie man sie von diesem Disney Musical erwartet. „Gaston“ in Leder und weißem Hemd, das „Biest“ mit seinem Fell. Die Dorfbewohner waren allesamt geschminkt und gekleidet, als wären sie dem Film entsprungen.

Farbenfroh und detailverliebt tanzten „Tassilo“, „Lumiere“, „Herr von Unruh“ und Co über die Bühne. Besonders die Szene >sei hier Gast< war sehr imposant und wirklich toll umgesetzt.

Die Ensembleszenen waren aufgrund der Menge der Darsteller und der Choreographien echte Hingucker, wenngleich manche Szenen (die Szene im Gasthaus z.B.) wie choreographiertes Chaos wirkten, was vermutlich die lebhafte Betriebsamkeit symbolisieren sollte.

Zur Inszenierung an sich, muss man sagen, dass, gerade im ersten Akt, an vielen Stellen leider ein etwas überzogen wirkender Humor gewählt wurde. Dies kam ab und an leider etwas albern und deplatziert rüber. An anderen Stellen wiederum, war der Humor mit bedacht gewählt und passte sehr gut.

Die Stimmen der zum Großteil ungarischen Darsteller waren allesamt toll! Ein wenig schwierig war allerdings der Akzent, was gerade im Bereich des Gesangs das Verstehen des Textes erschwerte. Die Sprechszenen waren wunderbar verständlich.

ZTamás Földes als „Herr von Unruh“ hat die Rolle des Haushaltsvorstandes wunderbar humorvoll verkörpert, was für einige Lacher im Publikum sorgte.

„Madame Pottine“ wurde von Lilla Polyák gespielt. Ihre Interpretation von >Märchen schreibt die Zeit< war großartig!

Den Kerzenleuchter „Lumiere“ spielte Ádám Bálint mit einem brillanten französischen Akzent und sehr viel Liebe zum Detail.

Attila Németh spielte den „Gaston“ und wurde seiner Zeichentrick-Vorlage absolut gerecht. Die Stimme sorgte auch für die eine oder andere Gänsehaut.

Das „Biest“ wurde von Norman Szentmártoniverkörpert. Sein Schauspiel und seine Stimme haben uns absolut überzeugt und berührt. Die Bühnenpräsenz, gerade als Biest, war großartig.

Die Rolle der „Belle“ spielte Nikolett Füredi mit viel Charme und Anmut. Auch sie hat uns sowohl gesanglich als auch schauspielerisch vollends überzeugt.

Unser Fazit: Es war ein schöner Abend in einem schönen Musical das Kindheitserinnerungen aufkommen lässt und trotz mancher kleinerer Stolpersteine doch wieder verzaubert hat.

Viele Grüße!

Eure Judy und eure Ena

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