Musicalchallenge

26.10.2018: Kiss me Kate in Bonn

Am 26.10.2018 führte uns unsere Challenge nach Bonn und wir schauten uns das Musical Kiss me Kate an.

Der Opernbau von 1965 macht einen architektonisch spannenden Eindruck. Man erkennt den Einfluss seiner Zeit und es lässt erahnen wie viele prachtvolle Veranstaltungen im Laufe der Jahre dort stattgefunden haben. Die Tiefgarage am Theater bietet mit 3€ einen günstigen Theater-Tarif. Es gibt wohl nach wie vor Renovierungsarbeiten in der Markt-Garage in der City, deshalb hier ein paar Park- Infos die so im Theater aushängen:

Kiss me Kate ist eines der bekanntesten Musicals von Cole Porter und feierte seine Uraufführung im Jahr 1948 in New York.

Das Musical handelt von einer Theatergruppe in Baltimore, die unter der Leitung des Produzenten „Fred Graham“ (Oliver Arno) das Stück Kiss me Kate nach Vorlage von Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung aufführt. Mit dem Eintreffen der Cast und der Requisiten beginnt das Stück.

„Graham“ selbst spielt die männliche Hauptrolle „Petrucchio“ und hat seine Exfrau „Lilli Vanessi“ (Bettina Mönch), die inzwischen mit dem General „Harrison Howell“ (Daniel Berger) verlobt ist, für die weibliche Hauptrolle der störrischen „Katharina“ engagiert. Seine Affäre „Lois Lane“ (Kara Kemeny) spielt ebenfalls mit und verkörpert die Rolle der braven „Bianca„, „Katharinas“ Schwester.

Als „Fred Graham“ vor der Premiere einen Blumenstrauß an „Lois Lane“ schickt, dieser jedoch aus Versehen bei „Lilli Vanessi“ landet, ist zunächst die Freude groß. Doch als diese innerhalb des Stücks herausbekommt, dass die Blumen nicht für sie bestimmt waren, wird sie wütend.

Während der Szene, als „Petrucchio“ und „Katharina“ zum ersten Mal aufeinander treffen, eskaliert die Situation, „Katharina“ fährt gegenüber ihrem zukünftigen Ehemann die Krallen aus und „Petrucchio“ legt „Katharina“ schlussendlich vor den Augen Aller übers Knie.

„Lilli Vanessi“ will sofort das Engagement beenden, wird allerdings von zwei Ganoven, gespielt von Michael Schanze und Hans-Jürgen Schatz, erpresst zu bleiben. Diese wurden auf den Plan gerufen, weil der spielsüchtige Freund von „Lois Lane“, „Bill Calhoun“ (Frank Wöhrmann) einen Schuldschein mit dem Namen von „Fred Graham“ unterzeichnet hat und „Graham“ die Gunst der Stunde nützt um „Lilli Vanessi“ bei sich zu behalten, indem er den Ganoven erzählt, er könne seine Schuld nur begleichen, wenn die komplette Woche das Stück ausverkauft wäre und das ginge nur wenn „Lilli Vanessi“ weiterhin auf der Bühne stünde.

Schlussendlich finden „Petrucchio“ und „Katharina“ wieder zusammen, oder sind es „Fred Graham“ und „Lilli Vanessi“?

Die Zusammenfassung zu Kiss me Kateklingt zunächst ein wenig verwirrend, ist es dann aber überhaupt nicht. Die Inszenierung ist durch wunderbare Bühnenbilder eine optische Freude. Man erkannt in jeder Szene sofort, ob man sich nun bei Shakespeare oder in der Rahmenhandlung befindet. Diese spielt zumeist am Hinterausgang des Theaters, welches durch ein schräg zulaufendes Hochhaus dargestellt wird. Die Szenen des „Stückes im Stück“ sind sehr farbenfroh und schrill gestaltet. Genau so bunt und humorvoll wird dieses auch interpretiert.

Oliver Arno spielt den „Fred Graham/Petrucchio“ so überzeugend und man kauft ihm seine Verzweiflung komplett ab. Dazu überzeugt er mit seiner wunderbaren Stimme und Bühnenpräsenz!

„Lilli Vanessi/Katharina“ wird von Bettina Mönch verkörpert. Besonders ihre Interpretation von >I Hate Man< hat uns besonders beeindruckt. Sie hat eine so tolle Stimme, dass wir sehr gespannt sind, wo wir sie demnächst erleben können.

Die Choreografien sind allesamt anspruchsvoll und haben uns gleichermaßen in das eigentliche Stück, als auch in das „Stück im Stück“ entführt. Von Szenen ala Fred Astaire und Ginger Rodgers über Folklore-Artige Gruppen-Nummern, bis hin zu einer Stepp Einlage findet man so viel hochwertigen Tanz wie nur selten. Wir waren begeistert!

Die Musik ist eingängig und es besteht Ohrwurmgefahr. Die Lieder wurden in englischer Sprache präsentiert und die Dialoge erfolgten in deutscher Sprache. Man konnte auch als Unwissender der Handlung bestens folgen und die Mischung hat Spaß gemacht.

An alle, die über die klassische, überholte Rollenverteilung und den Geschlechterkampf lachen können, sprechen wir eine klare Empfehlung aus.

Das Stück ist nicht umsonst bis auf den 31.12. ausverkauft! Sichert euch schnell die letzten Tickets und erlebt einen bunten Silvester-Abend!

Viele Grüße!

Eure Judy und eure Ena

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